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Eine Einrichtung in
gemeinsamer Trägerschaft
der Salesianer Don Boscos
und des Bistums Erfurt

Wenn im Eichsfeld das Leben zu einem Fest wird

Veröffentlicht am: 5. Februar 2026


Wenn im Eichsfeld das Leben zu einem Fest wird

Generationen feiern, informieren sich und erleben Gemeinschaft. Doch was bewegt die Besucher wirklich?

05.02.2026 - TLZ - von Christine Bose - Heiligenstadt 

„Freunde, das Leben wird zum Feste, das Leben wird zum Singen, zum Ausdruck unserer Freude“. Besser als mit dieser frohen Liedzeile hätte der sonntägliche Festgottesdienst zum Auftakt des Don-Bosco-Festes am Vormittag des 1. Februar in der Villa Lampe in Heiligenstadt nicht beginnen können.

In bewährter Weise hatten die Mitglieder der „Villa-Combo“ die musikalische Gestaltung übernommen. Angehörige mehrerer Generationen waren versammelt, um mit Salesianer-Pater Franz-Ulrich Otto, Direktor der Ordensniederlassung und Geschäftsführer der Villa Lampe gGmbH, und mit Provinzial Pater Reinhard Gesing aus München, den Gottesdienst zu feiern und anschließend bis 18 Uhr beim Tag der offenen Tür die zahlreichen Begegnungen und Angebote zu nutzen.

Salesianer wirken weltweit und stärken Jugendarbeit im Eichsfeld

Pater Gesing, der nicht zum ersten Mal hier zu Gast weilte, hatte eine Weltkarte mitgebracht, zur anschaulichen Darstellung der Niederlassungen der Salesianer Don Boscos in 135 Ländern. Für junge Menschen wirkt der Orden, dessen Gründer der italienische Priester Giovanni (Johannes) Bosco ist, besonders in Schulen und Jugendzentren.

Im Landkreis Eichsfeld, das war von Pater Otto und von Maik Herwig, Leiter der Villa Lampe, zu erfahren, ist die „Villa“ in fünf von insgesamt sieben Verwaltungsgemeinschaften präsent und zwar in 31 Jugendclubs. Neben den hauptamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern engagieren sich junge Leute ehrenamtlich. In Jugendleiterschulungen erwerben sie die hierfür notwendige Jugendleitercard.

Beim Empfang nach dem Gottesdienst hob Maik Herwig hervor: „Unsere Aufgabe ist es, jungen Menschen Räume zu eröffnen, in denen sie sich begegnen, ausprobieren, mitreden und ihre Zukunft aktiv gestalten können – solidarisch, mutig und mit Freude am Leben.“ Pater Otto hält es für hervorhebenswert, dass die Türen für alle offen stehen, ebenso die alljährlichen Ferienfreizeiten. „Es kommen nicht nur katholische Jugendliche, sondern auch Muslime und junge Leute ohne Zugehörigkeit zu einer Religion.“

Wer am Sonntag sich umfassend informieren wollte, hatte die sprichwörtliche Qual der Wahl. So gab es beispielsweise im Saal Gesangs-, Musik- und Tanzdarbietungen, solistisch und in der Gruppe, aus Heiligenstadt, Dingelstädt und Niederorschel, außerdem unter anderem Hausführungen, Fotoaktionen, Ausstellungen.

Sportlich ging es zu in der Kletterhalle beim Wand und Kistenklettern unter Beteiligung des Jugendparlaments.

Vorgestellt wurden die Bereiche „Offene Jugendarbeit“, „Schulsozialarbeit“, „Jugendmigrationsdienst“ und „Digitale Jugendarbeit“. Gern kommen auch Ehemalige, für die das Haus am Holzweg 2 vor einigen Jahren stets eine gute Adresse bedeutete. So war als ein „Kind der Villa“ am Nachmittag Thadäus König (CDU) aus Heiligenstadt, Präsident des Thüringer Landtags, zu einem Besuch gekommen.

Wer wollte, konnte gleich an Ort und Stelle eine Anmeldung für die Sommerferien nutzen. Maximilian Henkel (Max) stellt die inzwischen schon traditionelle Dänemark-Sommerfreizeit für Jugendliche zwischen Vierzehn und Achtzehn vor, die in diesem Jahr vom 6. bis 22. Juli stattfindet. „Einige sind schon das vierte Mal dabei“, betonte er.

Auf die Jüngeren, Mädchen und Jungen von zehn bis dreizehn Jahren, wartet auch 2026 wieder die NET, die Natur-Erlebnis-Tour vom 31. Juli bis 9. August vor den Toren Heiligenstadts, auf dem Gelände der „Feuerwehr-Bleibe“ in Zusammenarbeit mit dem Naturpark Eichsfeld-Hainich-Werratal. Fabian Schneider erteilte Auskunft. Hierfür lagen bereits Anmeldungen vor.

Für beide Freizeiten gilt, was sich junge Leute, die erstmals dabei sind, zunächst gar nicht vorstellen können: Das Handy bleibt zu Hause. Max und Fabian wissen: Spätestens nach zwei, drei Tagen würden alle Beteiligten sagen, ihren ansonsten so geliebten und unentbehrlichen Gegenstand gar nicht zu vermissen.

Gewiss gibt es zahlreiche Beispiele, wie junge Leute die Freizeit in ihrer Villa Lampe mitgestalten, nicht nur Unterhaltung wünschen. Einige trafen sich am Sonnabend zum gemeinsamen Backen. Das leckere Ergebnis: Fünfzehn Kuchen für das ohnehin riesige Kuchenbuffet am Sonntag zum großen Tag der offenen Tür im 35. Jahr des Bestehens der Villa Lampe.

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